Sie können nicht trainieren? Nutzen Sie weiter die BCAA’s…

27.01.2014

Kraftathleten, die aus irgendeinem Grund für ein paar Wochen nicht fähig sind zu trainieren, können ihren Muskelverfall reduzieren, indem Sie BCAAs benutzen. Eine Tierstudie, die japanische Forscher der Kobe Universität vor kurzem in Nutrition Research veröffentlichten, deutet an, dass BCAAs katabolische Prozesse in inaktiven Muskeln hemmen.

Inaktive Muskeln schrumpfen so schnell, dass Raumflüge Kosmonauten einen herben Tribut abverlangen und erzwungene Bettruhe kann zusätzliche Probleme für Patienten verursachen, die sich erholen. Aus diesem Grund sind Wissenschaftler scharf darauf, Ernährungsstrategien zu finden, die Ärzte nutzen können, um Muskelverfall als Ergebnis von Inaktivität vorzubeugen. In der Vergangenheit hatten sie etwas Erfolg mit Kreatin, Leucin und Resveratrol.

In vielen dieser Studien nutzen Forscher Ratten, deren Hinterbeine zeitweise behindert wurden (HS). Oben auf dieser Seite ist ein Bild, das zeigt, wie diese Tiere aussehen. Ratten in einer Kontrollgruppe konnten ihre Hinterbeine normal bewegen (Control).

Der Hälfte der Tiere in jeder Gruppe wurden täglich 600 mg BCAAs pro Kilogramm Körpergewicht gegeben. Die BCAAs wurden von Ajinomoto produziert. Das menschliche Äquivalent der Dosis wäre 100 mg BCAAs pro Kilogramm Körpergewicht. Wenn Sie 90 kg wiegen, wäre das also eine Menge von 9 g pro Tag.

Die Grafik unten zeigt, dass, obwohl die BCAAs nicht verhindern konnten, dass die Inaktivität zum Verfall des Schollenmuskels musculus soleus führte, die Einnahme dennoch den Abbau verringerte. Die Fotos unten zeigen, dass die Ergänzung von BCAAs den Rückgang der Größen der Muskelzellen reduzierte.

BCAA

Die Grafik oben zeigt auf, wie die BCAA-Ergänzung auf molekularer Ebene wirkt. Die Aminosäuren reduzierten die Produktion katabolischer Proteine wie Atrogin-1 und MuRF1.

„Zusammenfassend schützten die BCAAs vor dem Schwund des musculus soleus, der durch die Hemmung der Hinterläufe herbeigeführt wurde, und verringerten die Atrogin-1- und MuRF1-Protein-Spiegel, was die Möglichkeit nahe legt, dass BCAAs zumindest teilweise durch die Hemmung des Ubiquitin/Proteasom-Wegs vor Muskelschwund schützen.“, schreiben die Forscher. „Mündliche Zuführung von BCAAs scheint das Potential zu haben, vor Immobilisierung oder durch geringe Gravitation herbeigeführten Muskelschwund zu schützen.“

Quelle:
Nutr Res. 2012 Sep;32(9):676-83.

Dieser Artikel auf Englisch:
Can’t train? Keep on using those BCAAs…